Geschichte
die Sorge für Älteren und Kranken
In der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts wurden in “het Maagdenhuis” viele unheilbare Kranke, unter denen viele frühere Waisen waren, gepflegt.
“Huize St.Elisabeth” an der Mauritskade wurde im Jahre 1890 für diese Fürsorge neu gebaut. Später bekam dieses Haus eine Funktion in der Fürsorge für Ältere, und nach der Schließung des Maagdenhuis wurden hier die letzten ansässigen Waisen untergebracht.
Im Jahre 1967 wurde das Haus geschlossen.
Nach der Schließung der großen alten Kinderheime und Altenheime hat das Maagdenhuis maßgeblich einen Beitrag am Bau moderne Altenheime geleistet.
Das Pflege- und Revalidationszentrum “Vreugdehof”, und das Wohnheim für ältere Leute
“de Klencke” und, in engerer Zusammenarbeit mit der Stiftung “Vredenburgh”, das Zentrum “Nieuw Vredenburgh” wurden alle in den letzten Jahrzehnten neu gebaut.
Auf diese Art hat sich das Maagdenhuis während 400 Jahre für Menschen in Not angestrengt: am Anfang die Waisenkinder, nachher die Älteren.
Seit dem Jahre1970 ist das Maagdenhuis auch tätig als eine Stiftung, die kleineren Projekte unterstützt. Es geht dabei nicht nur um finanzielle Hilfe, sondern auch um Beratung und Begleitung der Antragsteller. Als Ergebnis dieser Bemühungen ist diese neue Arbeitsweise im Laufe der siebziger und achtziger Jahre in einer neuen “Mission” festgelegt worden
die Sorge für die Waisen
Zwei Amsterdamer Frauen fingen im Jahre 1570 an mit der Fürsorge für einige Mädchen, die Waisen geworden waren. Die Geschichte des “Rooms Catholijk Maagdenhuis” hat damit begonnen. Wegen der damaligen geringen Lebenserwartung ( 35 bis 40 Jahre) gab es viele Waisen und relativ große Familien.
Das “Katholische Waisenhaus” für Mädchen bekam immer mehr Anlauf, und nach verschiedenen Umsiedlungen siedelte man sich endgültig auf dem Spui an. Dank der Freigebigkeit der Amsterdamer Kaufleute, konnte das Maagdenhuis in der Periode bis 1750 immer mehr Waisenkinder betreuen. Im Jahre 1780 wurde zum Neubau beschlossen. Unter der Leitung vom Architekten Abraham van der Hart kam ein monumentales Gebäude zu Stande, das viele jetzt noch als “Het Maagdenhuis” auf dem Spui kennen. In den ersten Jahren wohnten beinahe vierhundert Kinder und dreizehn Betreuerinnen im Gebäude.
Ab 1840 übernahmen die “Zusters van Liefde” die Versorgung der Kinder. Die Schwestern erteilten selber Sprach- und Religionsunterricht, und gaben sich viele Mühe in der Nähschule. Die Schwestern haben die Waisenkinder mehr als ein Jahrhundert betreut.
Im zwanzigsten Jahrhundert verringerte die Zahl der Waisenkinder sich wegen der besseren wirtschaftlichen und gesundheitlichen Lage. Die Ansichten über die Fürsorge änderten sich auch. Im Jahre 1953 schließ “Het Maagdenhuis” seine Pforten als Waisenhaus. Jetzt ist das stattliche Gebäude Eigentum der Universität Amsterdam.